Kommt deine Katze angelaufen und streicht dir um die Beine, wenn du nach Hause kommst? Oder bekommst du häufig sanfte Köpfchen und beruhigendes Schnurren ab? Gute Nachricht: Du erfüllst bereits das wichtige Grundbedürfnis nach Liebe. Aber wie gut kümmerst du dich um ihre anderen Bedürfnisse? Finde es mit dieser einfachen Checkliste heraus!
#1: Halte fremde Katzen fern
Egal ob du eine Wohnungs- oder Freigängerkatze hast: Die Anwesenheit einer fremden Katze fühlt sich für sie sehr bedrohlich an. So süß das Fellknäuel des Nachbarn auch sein mag: halte es aus deinem Garten und vor allem aus deinem Haus fern.
„Wenn du in einer Gegend mit vielen Freigängerkatzen wohnst, könntest du eine lichtdurchlässige Folie am unteren Teil deiner Fenster und Türen anbringen“, rät Joline De Jaegher, unsere Katzentherapeutin. „Das würde deine Katze beruhigen, da es Augenkontakt und damit eine Eskalation des Konflikts verhindert.“
Bringst du deine Katze zum Tierarzt, in den Pflegesalon oder ins Katzenhotel? Gib dort auch dein Allerbestes, um Augenkontakt mit fremden Katzen zu vermeiden.
#2: Stelle eine katzenfreundliche Katzentoilette bereit
Denk mal drüber nach: Du erledigst dein Geschäft ja auch gern an einem bequemen und sauberen Ort, oder? Deshalb musst du deiner Katze geräumige und blitzsaubere Katzentoiletten bieten. „Ihre Toilette sollte etwa das 1,5-Fache ihrer Körperlänge betragen“, ergänzt Joline. „Und du solltest immer die +1-Regel befolgen: die Anzahl der Katzen plus eins ist die Anzahl der Katzentoiletten, die du brauchst.“
Und was ist mit Katzenstreu? „Greif zu geruchloser, klumpender Katzenstreu, die der Textur von Sand sehr nahekommt“, schlägt Joline vor. Und natürlich solltest du jede Katzentoilette an einem ruhigen Ort in deinem Zuhause aufstellen.
#3 Schaffe ihnen angenehme Plätze zum Fressen & Trinken
Nicht jeder Katzenbesitzer weiß das, aber Katzen mögen es nicht, wenn man Futter und Wasser direkt nebeneinanderstellt. „Wenn du die beiden Näpfe voneinander trennst, trinkt deine Katze bis zu 50 % mehr“, sagt Joline. „Und das ist nötig, denn sie nehmen ihr Wasser nicht mehr über ihre Beute auf. Trockenfutter allein liefert nicht die Menge an Flüssigkeit, die sie brauchen.“
Was du sonst noch wissen solltest: Katzen bevorzugen einen großen und breiten Wassernapf, der „schnurrhaarfreundlich“ ist. „Und stell ihn weit genug von der Wand entfernt auf, damit sie dahinter sitzen und gleichzeitig ihre Umgebung im Blick behalten können“, ergänzt Joline. Und nicht zuletzt: Stell das Futter deiner Katze niemals neben ihre Katzentoilette. Aus, na ja, offensichtlichen Gründen.
#4 Erlaube – und ermuntere – deine Katze zum Klettern
Deine Katze muss klettern können. Sie ist einfach dafür gebaut – und sie liebt es, einen sicheren 360°-Blick auf ihre Umgebung zu haben. Deshalb solltest du sie unbedingt auf bestimmte Möbel klettern lassen in deinem Zuhause. „Du solltest sie sogar ermutigen, ein bisschen höher zu klettern oder eine Herausforderung anzunehmen. Mach es interessant: leg ein Leckerli da oben hin, an dem sie einfach nicht vorbeikommt.“
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#5 Sorge dafür, dass sie Verstecke haben
Unter deinem Sofa, unter deinem Bett oder in deinem Schrank: Deine Katze sollte immer die Möglichkeit haben, sich zu verstecken. Wenn sie das tut: Lass sie in ihrem Versteck in Ruhe. „Ich weiß, es wirkt traurig, wenn sie sich verstecken. Man möchte sie am liebsten herausholen und trösten. Aber Untersuchungen haben gezeigt, dass das Verstecken sie tatsächlich beruhigt“, erklärt Joline. „Es ist eine Art für sie, mit Stress umzugehen.“ Du willst ihnen das Verstecken erleichtern? Stell ein paar zusätzliche Kartons oder Körbe in deinem Zuhause auf.
#6 Lass sie für ihr Futter jagen und arbeiten
In der Natur sind Katzen es gewohnt, richtig hart für ihr Mäuse-Dinner zu arbeiten. Warum gibst du deiner Hauskatze nicht dieselbe Herausforderung? „Du könntest ihr Futter zum Beispiel in einem Puzzle anbieten“, sagt Joline.
Spielzeug wie Angelruten – idealerweise mit Federn am Ende – ist ebenfalls eine tolle Möglichkeit, ihren Jagdinstinkt zu wecken. „Ein paar Minuten Spiel, mehrmals am Tag, können bereits einen positiven Einfluss auf das Leben deiner Katze haben“, erklärt Joline. Du willst sie dafür belohnen, dass sie so ein guter Jäger ist? Beende die Spieleinheit mit einem leckeren Leckerli.
#7 Achte auf ihre Routine
Katzen lieben Struktur. Sie entwickeln ihre eigene Routine in ihrer sicheren häuslichen Umgebung. Das bedeutet, dass eine große Störung dieser Routine richtig gut vorbereitet werden muss. „Wenn du einen Umzug planst, ein Baby bekommst oder einen weiteren felligen Freund in den Haushalt holst, denk darüber nach, wie sich das auf deine Katze auswirkt, und plane entsprechend“, sagt Joline. „Sorge zum Beispiel dafür, dass sie immer ihren eigenen sicheren Platz mit Gerüchen und Gegenständen haben, die sie wiedererkennen.“
#8 Lass sie nach Herzenslust kratzen
Kratzen ist für deine Katze unglaublich wichtig. Es dient der Krallenpflege, lässt sie kommunizieren, hilft ihr beim Strecken und baut ihren Stress ab.
Joline: „Deine Katze braucht genügend Möglichkeiten, im Haus zu kratzen. Sorge dafür, dass jedes Kratzelement entweder hoch ist oder hoch genug angebracht, damit sie sich voll strecken kann. Und versteck einen Kratzbaum nicht in der Ecke: Deine Katze möchte, dass er gesehen wird. Nur dann kann sie erfolgreich kommunizieren, wie sicher ein Ort ist. Ihre Kratzspuren teilen zum Beispiel anderen Katzen mit, dass sie da sind, was ihnen hilft, einander aus dem Weg zu gehen.“
Wusstest du, dass Katzen am liebsten an vertikalen Rillen kratzen? Das ahmt die Bäume nach, an denen sie draußen gewohnt sind zu kratzen. Deshalb haben wir für unsere Kletterbäume ein Kratzelement mit vertikalem Sisal entworfen. Entdecke alle Konfigurationen hier.
#9 Respektiere den persönlichen Freiraum deiner Katze
„Komm, Miez, Miez…“ ist nicht die zurückhaltende Herangehensweise, nach der deine Katze sucht. Lass sie den Körperkontakt zu dir aufnehmen. „Du könntest ihr deine Hand hinhalten und sie an dir schnuppern lassen“, schlägt Joline vor. „Aber erst wenn sie dir ein kleines Köpfchen gibt, möchten sie wirklich, dass du sie berührst. Dann kannst du sie sanft am Kopf streicheln – das lieben sie am meisten.“ Bekommst du kein Köpfchen? Dann solltest du gar nichts tun.
Heb deine Katze auch nicht ohne guten Grund hoch. Wenn du das tust, verliert sie das Gefühl von Kontrolle, was ihr eine Menge Stress bereitet.
#10 Die goldene Katzenregel des Überflusses
Erinnerst du dich an die +1-Regel bei den Katzentoiletten? Sie gilt eigentlich für viele andere Dinge, besonders wenn du einen Mehrkatzenhaushalt hast.
„Die Regel ‚Anzahl der Katzen plus eins‘ gilt auch für Futter & Wasser, wenn du mehr als eine Katze hast“, erklärt Joline. „Verteile alles auf verschiedene Räume, sodass sie auch außer Sichtweite voneinander sind. Das vermeidet Spannungen zwischen deinen Katzen.“
Wenn wir uns Verstecke, Kratzelemente und zugängliche hohe Plätze ansehen, reicht diese Formel vielleicht nicht aus. „Es ist eher ein absolutes Minimum“, bestätigt Joline. „Jeder Raum, zu dem deine Katze Zugang hat, braucht diese Dinge. So fühlt sich deine Katze wohl, sicher und zufrieden!“
Und? Wie gut schneidest du gerade bei der Checkliste ab? Wenn es nicht 10/10 sind, leg los und gib deiner Katze die bestmögliche Pflege!
Brauchst du Hilfe, um die perfekte Punktzahl zu erreichen? Finde eine unserer Konfigurationen, die zu deiner Katze passt, und erfülle ihr Bedürfnis zu springen, zu klettern, zu kratzen, zu beobachten und zu chillen.

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