3 Hundebett-Kollektionen und ein aufregendes Projekt für Katzen in Arbeit: Man kann mit Sicherheit sagen, dass Fantail richtig durchstartet. Höchste Zeit, dass wir uns mit unserer Produktdesignerin Elisa zusammensetzen, um darüber zu sprechen, wo alles begann. Mach dich bereit, direkt in die Entstehungsgeschichte von Fantail einzutauchen!
Elisa und Fantail: wie alles begann
Erzähl uns, Elisa: wie bist du bei Fantail gelandet?
Elisa: „Nun, alles begann an einem Abend im Jahr 2017 im Café Roskam in Brüssel (lacht). Samuel, der CEO von Fantail, war ein Freund meiner Schwester, also liefen wir uns oft über den Weg. Er sagte: „Ich habe eine Idee. Hast du Interesse, mir mal zuzuhören, denn ich glaube, du bist die richtige Person für den Job. Ruf mich an und wir reden.“
„Ich studierte damals Architektur und Samuel war Teil von Vadigran, dem Tierprodukt-Unternehmen, das von seiner Familie gegründet wurde. Ich sah nicht, wie wir zusammenarbeiten könnten. Aber mein Vater sagte: Man weiß nie, das könnte eine interessante Gelegenheit sein. Und so trafen wir uns, um seine Idee zu besprechen.“
Wie lief das?
Elisa: „Eigentlich hat er es einfach so gesagt: „Jedes Hundeprodukt, das es gerade gibt, ist hässlich. Und die Qualität ist schlecht. Ich möchte etwas Schönes und Hochwertiges schaffen, das trotzdem erschwinglich ist.“
„Das klang definitiv interessant, und das war genau zu der Zeit, als ich für mein Studium ein Praktikum finden musste. Und ehe ich mich versah, brainstormten wir Namen für diese neue Marke, die wir auf die Beine stellen wollten. Ich probierte jede Menge an meiner Familie aus (lacht), aber am Ende einigten wir uns auf Fantail – weil wir Fans von Schwänzen (engl. „tails“) sind.“
Du hast Fantail also wirklich von Anfang an mitgeprägt.
Elisa: „Es war Samuels Idee, er ist derjenige, der die Gelegenheit erkannt hat. Aber er brauchte jemanden für den Design-Teil, und das war wohl ich (lacht). Lange Zeit waren wir nur zu zweit und haben Fantail aufgebaut.“
Wie hast du den Wechsel von der Architektur zum Tierdesign erlebt?
Elisa: „Natürlich war es etwas ganz anderes als das, was ich bis dahin gemacht hatte. Alles geschah in einem viel kleineren Maßstab, und die Durchlaufzeit war viel schneller. Das machte es wirklich interessant. Ich hatte auch das Gefühl, so viel zu lernen. Über Tiere, aber auch über Geschäft. Fantail ist ein Familienunternehmen, also fühlt sich die Arbeit dort anders an. Im positiven Sinne (lacht).“
Und jetzt bist du Vollzeit-Tierprodukt-Designerin.
Elisa: „Jep, das bin ich offiziell seit Januar 2023. Eine Zeit lang konnte ich Fantail mit meinen eigenen Renovierungsprojekten als Architektin kombinieren. Aber irgendwann kam endlich die Zeit, mich zu entscheiden, weil Fantail stark gewachsen ist. Also bin ich jetzt voll dabei!“

Die Entstehungsgeschichte von Origin
Lass uns die Uhr zurückdrehen zur allerersten Fantail Kollektion: Origin.
Elisa: „Samuel und ich beschlossen, dass wir ein hochwertiges Hundebett schaffen wollten, das schön war, die richtigen Stoffe verwendete und den aktuellen Trends folgte. Und so begann unsere Recherche: Wir lernten den Markt kennen, indem wir Geschäfte besuchten, wir gingen zu internationalen Design- und Stoffmessen, wir besichtigten Fabriken, … Kurz gesagt: Wir haben uns wirklich weitergebildet.“
„Während einer dieser Messen fanden wir unseren ersten Lieferanten. In Europa, denn das war uns wirklich wichtig: so lokal wie möglich zu produzieren. Ich erinnere mich, wie ich mit Samuel dorthin flog und die Modelle und Farben zusammenstellte. Wir waren so begeistert, dass wir auf dem Rückflug sofort anfingen, In-Store-Konzepte zu skizzieren.“
Wie habt ihr euch für die Modelle und Farben entschieden?
Elisa: „Wir entschieden uns für eine Dreier-Matrix, um es uns und den Hundebesitzern leichter zu machen. 3 Modelle, 3 Größen, 3 neutrale Farben und 3 Trendfarben. Dabei natürlich immer im Blick, was ein Hund braucht. Viele Hunde mögen es zum Beispiel wirklich, wenn ihr Hundebett Ränder hat, auf denen sie ihren Kopf ablegen können. Deshalb haben die Modelle Snooze und Snug Ränder. Stargaze ist eher für epische Ausstrecker.“
„Was die Farben betrifft: 2018 war skandinavisches Design total angesagt, das hat unsere Trendfarben definitiv beeinflusst. Für die Grundfarben entschieden wir uns für neutrale Grautöne.“
Klingt, als würdest du eher ‚Menschen‘-Trends folgen als ‚Tier‘-Trends.
Elisa: „Ja. Immer. Jedes Jahr versuche ich, die Maison & Objet in Paris und den Salone del Mobile in Mailand zu besuchen. Besonders die Möbelmesse in Mailand ist dem Trend in Sachen Design, Farben und Materialien 2 bis 3 Jahre voraus. Es gibt sehr wenige Stände für Hundeprodukte, aber es ist ein toller Ort, um sich inspirieren zu lassen.“
Die Magie von Memory Foam
Reden wir über Memory Foam. Wie habt ihr die Füllung des Hundebetts ausgewählt?
Elisa: „Damals hatten die hochwertigeren Hundebetten bereits Memory Foam. Sie konzentrierten sich wirklich auf dieses orthopädische Element, und es ergab Sinn, dass Fantail sich ebenfalls darauf konzentriert. Wir begannen, Füllungen zu recherchieren, und stießen auf viele Optionen. Sollte es Kork sein? Hanf?“
„Am Ende stellten wir uns drei Fragen: Was fühlt sich für den Hund gut an, wie können wir die Stabilität des Bettes gewährleisten und wie können wir es langlebig machen? Wir begannen zu testen, und Memory Foam ging als Sieger hervor.“
Wir haben bereits über Memory Foam gesprochen hier, aber kannst du zusammenfassen, was es ist?
Elisa: „Es ist eigentlich eine Art Matratze, die auch Menschen verwenden. Sie passt sich deiner Körperform an, also ist sie super bequem und bietet volle Unterstützung. Sie federt zurück, wenn du vom Bett aufstehst, also ist sie sehr stabil. Hunde profitieren genauso von Memory Foam wie wir, besonders ältere Hunde oder Hunde mit Gelenkproblemen. Aber ehrlich gesagt ist es so bequem, dass jeder Hund es liebt, darin zu schlafen.“
Fantail verwendet eigentlich Memory-Flocken statt Memory Foam. Was ist der Unterschied?
Elisa: „Memory Foam an sich ist eigentlich ein großes Stück. Es ist schwer. Das ist für uns Menschen in Ordnung, denn wir bleiben beim Schlafen meist still, also hat der Schaum genug Zeit, sich an unseren Körper anzupassen. Aber Hunde bewegen sich viel mehr. Deshalb haben wir uns für geschredderten Memory Foam entschieden, der außerdem aus Memory-Foam-Matratzen recycelt wird, was ein Bonus war.“
Wie recycelt?
Elisa: „Indem du gebrauchten oder beschädigten Memory Foam schredderst, gibst du ihm ein zweites Leben. Die ganze Matratze wird nicht weggeworfen: Das verbleibende, hochwertige Material wird in kleine Stücke geschreddert. Das ist perfekt für Hundebetten. Die Matratzen sind leichter, also passen sie sich dem Körper eines Hundes schneller an. Es ist die beste Option für uns, und es ist nachhaltig. Win-win!“
„Wir kombinieren die Memory-Flocken mit Polyesterfaser, die genaue Zusammensetzung hängt vom Modell ab. Beim Stargaze-Modell haben wir zum Beispiel Trennwände eingebaut, damit der Schaum an seinem Platz bleibt.“
„Ich kann ehrlich sagen, dass unsere Füllung einzigartig ist. Heutzutage kann man Hundebetten finden, die wie ein Fantail aussehen, aber ich kann dir versichern: Keines davon kann mit unserer Qualität mithalten. Unsere Hundebetten sind schwerer und dicker, so wie es sein sollte.“
Eine Frage, die wir oft von unseren Kunden bekommen: Ist Memory Foam waschbar?
Elisa: „Die Füllung selbst sollte nicht gewaschen werden, nein. Die einfache Erklärung ist, dass die Memory-Flocken anfangen, zusammenzukleben, wodurch alle tollen Eigenschaften des Materials verloren gehen. Deshalb haben wir unsere Füllung in einen wasserabweisenden Innenbezug gesteckt, sodass nichts durchdringen kann.“
„Aber wasch ruhig den Außenbezug: Du kannst ihn leicht aufzippen und bei 30°C in die Waschmaschine werfen. Gib ihn aber nicht in den Trockner. Um Form und Größe zu bewahren, musst du ihn an der Luft trocknen lassen. Du kannst dir einen Ersatzbezug zulegen, um immer ein gemütliches Bett für deinen Hund bereit zu haben.“
Der Weg zu Endurance
Wir haben also festgestellt, dass die Füllung von Origin nachhaltig ist. Wie sieht es mit dem Stoff aus?
Elisa: „Wir haben unsere nachhaltige Reise von innen nach außen begonnen. Wir sind wirklich stolz darauf, dass wir unsere Füllung von Anfang an nachhaltig gemacht haben. Was den Stoff betrifft: 2017 waren recycelte Stoffe noch kein Thema. Wir verwendeten Smart Fabrics für Origin. Sie sind schmutzabweisend, wasserabweisend und waschbar, was sie langlebiger macht. Das war damals für Sofas sehr innovativ. Und verdient nicht jeder Hund sein eigenes Sofa? (lacht)“
Also noch keine recycelten Stoffe…
Elisa: „Nein, noch nicht. Aber die Jahre vergingen, und Origin war ein riesiger Erfolg. Neue Trends tauchten auf, und wir wollten dabei sein. Es war der perfekte Moment für eine ‚Bett-Überprüfung‘. Was könnte unsere Hundebetten noch besser machen? Gibt es vielleicht jetzt neue, nachhaltigere Stoffe auf dem Markt? Wir fanden unsere Antwort während einer Designmesse, als wir den Stand unseres Lieferanten besuchten. Direkt in der Mitte stand eine riesige Plastikflasche. Sie erzählten uns von ihren neuen zu 70% aus PET recycelten Stoffen. Und so wurde die Endurance-Kollektion geboren.“
Origin vs. Endurance: was ist der Unterschied?
Elisa: „Endurance verwendet zu 70% recycelte Stoffe, während Origin keinen recycelten Stoff hat. Das ist definitiv der größte Unterschied. Allerdings ist Endurance auch robuster – nomen est omen. Der Stoff, den wir gewählt haben, ist 30% stärker als Origin und auch viel dicker. Wenn du also einen wilden, großen Hund hast, ist Endurance für dich da (lacht).“
Du fragst dich, welche Fantail Kollektion am besten zu deinem Hund passt? Lies den Blog über die Unterschiede zwischen Origin, Endurance und Mellow.
Mellow: die weichste Kollektion

Letzten Frühling habt ihr eine dritte Kollektion auf den Markt gebracht. Vorhang auf für: Mellow.
Elisa: „Endurance war ein ziemlich harter Stoff. Nach dieser Kollektion sagte unser Bauchgefühl: Wir müssen auf etwas Weicheres setzen. Wir hatten auch das Gefühl, dass der ganze skandinavische Trend langsam vorbei war. Es war Zeit für etwas Neues. Wir gingen zurück zu unserem Lieferanten und besprachen ein paar neue Stoffe. Am Ende testeten wir drei. Einer war der beliebte „Bouclé“-Stoff, der zwar schön, aber für Hunde nicht funktional war. Ihre Krallen verfingen sich schnell darin. Also entschieden wir uns für Velours: schön und funktional.“
Wie seid ihr letztlich zu den Farben für diese Kollektion gekommen?
Elisa: „In jeder Kollektion haben wir 3 neutrale Farben und 3 Trendfarben. Für Mellow hatten wir 10 Farboptionen, und ehrlich gesagt mochten wir jede einzelne davon (lacht). Am Ende ließen wir alle anfertigen und nahmen sie mit zur Anido, einer Messe in Kortrijk. Dort baten wir die Besucher, ihre Top 3 abzugeben. Die Ergebnisse waren ziemlich eindeutig, also folgten wir ihrer Wahl.“
Was waren die ersten Reaktionen auf Mellow?
Elisa: „Wir bitten unsere Kollegen immer wieder, neue Produkte zu testen, bevor wir sie auf den Markt bringen. Das führt immer zu ehrlichem Feedback. Diesmal liebten es alle. Wir wussten bereits, dass der glatte Stoff leicht zu reinigen war, aber die Tests zeigten, dass Mellow leichter zu saugen ist als unsere anderen Kollektionen, die gewebte Stoffe verwenden. Ein zusätzlicher Bonus für Hunde, die haaren.“
Mellow ist also schön und funktional. Und nachhaltig?
Elisa: „Mellow besteht aus 100% recyceltem Smart Fabric. Also würde ich definitiv sagen, es ist nachhaltig (lacht).
Habt ihr die Füllung geändert?
Elisa: „Genau wie bei Endurance haben wir bei der Arbeit an Mellow eine komplette Überprüfung unserer Materialien durchgeführt. Wir waren froh, von 70% auf 100% recycelten Stoff zu gehen, aber was war mit der Füllung? Wir fingen wieder an zu experimentieren. Ich glaube, wir haben immer noch so 10 Kisten mit verschiedenen Füllungen im Büro herumstehen, von Buchweizen bis zu Saathülsen. Wir forderten unseren Lieferanten ebenfalls zu nachhaltigeren Lösungen heraus.“
„Aber am Ende war das Ergebnis entweder zu schwer – bis zu 30 kg – oder zu teuer. Also bleiben wir vorerst bei der Kombination aus recycelten Memory-Flocken und Polyesterfaser. Aber unsere Suche nach besseren Materialien hört nicht auf. Deshalb besuchen wir weiterhin Messen, fordern unsere Lieferanten heraus und informieren uns über die neuesten Entwicklungen.“
Ihr macht auch Ökobilanz-Studien (Life-Cycle Assessment).
Elisa: „Ja, wir haben sogar jemanden im Haus, der LCA-Studien durchführt. Er berechnet unseren CO2-Fußabdruck, indem er unseren Transport, unsere Materialien usw. unter die Lupe nimmt, und ist immer auf der Suche, unsere CO2-Emissionen zu reduzieren. Wir sind noch nicht CO2-neutral, aber wir betreiben CO2-Kompensation, was bedeutet, dass wir unsere Emissionen ausgleichen. Wir sponsern derzeit ein Wiederaufforstungsprojekt in Peru mit GoForest.“
Ein Blick zurück und ein Blick nach vorn
Nach 6 Jahren Fantail, was ist der Teil, den du am meisten magst?
Elisa: „Ironischerweise habe ich selbst keine Haustiere. Ich hatte einmal einen Hamster, aber das war's (lacht). Trotzdem gibt es jede Menge Hunde in meinem Leben, und ich liebe sie alle. Also mag ich natürlich den Teil, in dem ich etwas für sie gestalten darf.“
„Aber was ich am meisten mag… ich glaube, das ist es, Hunde ihren Besitzern näherzubringen. Ich bekomme viele Bilder von glücklichen Kunden und ich liebe es, wie ihr Fantail einen Ehrenplatz im Wohnzimmer bekommt. Kein hässliches Hundebett mehr, das in einer Ecke versteckt wird: dein Hund verdient einen Platz direkt neben dir, in einem Bett, das zu deiner Einrichtung passt. Sie dürfen ein Teil der Familie sein.“
Was kommt als Nächstes für Fantail?
Elisa: „Nun, ich kann dir verraten, dass Mellow nicht das Einzige ist, was wir dieses Jahr auf den Markt bringen. Und unser nächstes Produkt wird nicht für Hunde sein. Aber mehr kann ich für miau – ich meine, für jetzt – nicht sagen (lacht).“

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Origin, Endurance oder Mellow: Welches Fantail ist perfekt für deinen Hund?
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